Auszug Zeitungsartikel

Smagazin usm Ländle, 15. November 2015


Mit Liebe fürs Detail

Therese Spöcker hat mit „Natti Natti“ eine klassische Gute-Nacht-Geschichte geschaffen, die ganz bewusst einen sanften Kontrapunkt zum reizüberfluteten Alltag setzen soll. „Ich will den Kindern in erster Linie ein Wohlgefühl vermitteln. Zudem war mir wichtig, ihnen auf Augenhöhe zu begegnen.“ Die Grafikerin hat viel Zeit und Mühe in das Projekt und dessen Umsetzung gesteckt. Dass Sie nicht gewillt war, faule Kompromisse einzugehen, ist dem Werk schon auf den ersten Blick anzusehen: Die Verarbeitung ist ungewöhnlich hochwertig, jede einzelne Zeichnung zeugt von einer großen Liebe zum Detail.

Kinder brauchen Rituale

Dem nicht genug, hat die Sulnerin das Buch noch vor dem Druck von der Psychologin und Erziehungswissenschafterin Miriam Schier aus pädagogischer Sicht bewerten lassen. Deren Befund ist eindeutig: „Eine wunderschöne Gute-Nacht-Geschichte für alle Kinder und eine wertvolle Hilfe, um besser einschlafen zu können.“ Gerade vor dem Zubettgehen seien Rituale für Kinder ausgesprochen wertvoll. „Sie vermitteln Sicherheit, Geborgenheit, Halt, Vertrauen und geben Orientierung.“ Um so wichtiger also, dass Eltern für diese auch Zeit und vor allem Muße aufbringen: „Ein Kind spürt, wenn die Eltern ungeduldig und gestresst sind und kommt so auch selbst nur schwer zur Ruhe. Vor allem aber sollten Eltern darauf achten, den Tag – gleich was auch geschehen sein mag – immer positiv zu beenden. Kinder sind nicht nachtragend, also dürfen es die Eltern auch nicht sein. Und die Gewissheit, ein geliebtes Kind zu sein, ist immer noch das beste Ruhekissen!“